Gäste-Poesie
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102. Unbekannt
Manchmal

Manchmal trifft man die falschen Menschen
zum falschen Zeitpunkt.

Manchmal trifft man die falschen Menschen
zum richtigen Zeitpunkt.

Aber
die richtigen Menschen
trifft man nie zum falschen Zeitpunkt.

© by Unbekannt


 


101. capra
Fragen

Ich sitze allein unter deinem laub
Beschützt du mich vor so manchen staub
Unter dir kann ich so sein wie ich will
Ohne mich zu verstellen
Einfach so sein wie ich mich grad fühl
Traurig und allein
Legst deine blätter um mich
Hast du etwa angst um mich ?
Fühl mich wohl in deinen armen
So wie lange nicht mehr
Zuviel ist in mir passiert
Muss mein herz erst wieder heilen
Bevor s zu einem mann wiederkehrt
Tat er mir weh unsagbar sehr…
Muss ihm erst wieder vertrauen
Um die liebe zu ihm wieder aufzubauen
Ob ich s jemals wieder kann ?
Das frag ich mich. Hab solch dolle angst
Was ist wenn ich s niemals mehr kann ?
Wenn ich einfach niemanden mehr lieben kann ?

© by capra


 


100. capra
Stille Tränen

Stille Tränen rinnen mein Gesicht hinab
hören nicht auf, brechen nicht ab.
Die Einsamkeit macht sich breit in mir
kann dagegen nicht kämpfen...
zu schwach bin ich schon wegen ihr.
Reißt mich immer tiefer hinein.

Gibt es aus dem Tief noch ein zurück?
Ich weiß es nicht mehr.
Im Moment fühl ich mich so leer.
Der dunkle Himmel über mir
wünscht mich zu sich...ganz nah bei dir.
Ein Blick nach unten, zeigt das Tief der Ewigkeit

Ein kleiner Schritt fehlt.doch zieht mich was zurück.
Hielt mich ab vor dem allerletzten Schritt.
Sinke in mich zusammen und lebe in meinen Gedanken.
Es sollte nicht sein, nun fühle ich mich nie allein.
Wachst über mich Tag und Nacht, das ich keinen Unfug mach.

Jetzt blicke ich hoch zu Dir und kann endlich sagen.

ICH DANKE DIR !

© by capra


 


99. Michael Junge
tropfen der zeit

die tropfen dieser zeit
fallen vom himmel herab
begleiten dich jeden tag
von geburt an bis ins grab

sie bringen dich näher
an dein letztes ziel
und tropfen der zeit
gibt es unzählbar viel

so ging ein weiteres jahr
nichts bleibt wie es ist
wenn du auch manchmal
einen dieser tropfen vergisst

© by Michael Junge/Berlin


 


98. Silke Kühn
für einen tag

für einen tag
leihe ich dir
meine schmetterlingsflügel

für einen tag
spüre
den freiheitswind
unter dem blauen himmel

für einen tag
genieße
deine schillernden farben
im sonnenlicht

© by Sike Kühn
für einen tag
sammle
kleine freuden
auf den sommertraumwiesen

für einen tag
fühle
die schönheit
deiner zarten zerbrechlichkeit

für einen tag
schwebe
in leichtigkeit
deiner zukunft entgegen

ein tag
kleine raupe
müsste ausreichen
zu erkennen
dass du
zu höherem
geboren bist

© by Silke Kühn
www.cometion.de


 


97. Dirk Michael Boche
360° Leben
von dirk michael boche, magdeburg 2005


I

Du mußt das Leben nicht verstehen,
auch nicht die Kunst.
Doch wenn das Licht im Theater die Bühne erhellt,
dann drehe ich mich um 360° Leben!
Und schwinge plötzlich, auf zu jener hohen Gunst.


II

So spüre ich noch den Applaus.
Jenes Geräusch, das in mir überfließende Himmel treibt.
Doch frag` mich nicht in diesem Lebensgewinde,
was wird kommen; was geht; was bleibt?


III

Nur das Publikum wird einsam entscheiden:
wird vielleicht schon beim nächsten essen,
noch einmal mit mir singen; lachen; leiden;
und mich dann
einfach vergessen.

© by Dirk Michael Boche


 


96. Dirk Michael Boche
Gedankentriebe (1)
von dirk michael boche
magdeburg

Die Seele ist ein Bild.
Des Traumes wild,
treibt sie durch kahle Räume.
Und wie Bäume,
wiegt sich die Seele im Wind.

© by Dirk Michael Boche


 


95. Carmens Lieblingsgedicht
Mondnacht.

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

© Loseph Freiherr von Eichendorff


 


94. Stefan George
Komm in den totgesagten park und schau:
Der schimmer ferner lächelnder gestade,
Der reinen wolken unverhofftes blau,
Erhellt die weiher und die bunten pfade.

Dort nimm das tiefe gelb, das weiche grau
Von birken und von buchs, der wind ist lau,
Die späten rosen welkten noch nicht ganz,
Erlese, küsse sie und flicht den kranz.

Vergiss auch diese letzten astern nicht,
Den purpur um die ranken wilder reben,
Und auch was übrig blieb von grünem leben
Verwinde leicht im herbstlichen gesicht.

© by Stefan George


 


93. Ursula Ulrich
Schicksal

Dein Leben, dein Geschick
von einer fremden Hand geleitet,
scheint dir oft ungerecht,
weil es mehr Schatten gibt als Sonne.

Du haderst, du verzagst,
wenn zuviel Schweres dich getroffen.
Es geht vorbei, du siehst
auf einmal Licht, den blauen Himmel.

Ein Lachen macht dich frei,
genau wie eine Flut von Tränen.
Nicht Unheil gibt es nur,
nicht Glücklich sein, das niemals endet.

Glaub an ein Schicksal nicht,
das blind bestimmt, wohin du gehen sollst,
die Kraft in dir allein
zeigt dir den Weg und formt dein Leben.

© by Ursula Ulrich



92. cherry_mouze
Wenn es einen Menschen gibt,
der dich nimmt wie du bist,
und imma zärtlich zu dir ist,
den kein anderes Denken stört,
und auch gerne deine Meinung hört,
der dich achtet und versteht,
und alle Wege mit dir geht,
der ohne Lügen oder List,
stets aufrichtig und ehrlich zu dir ist
der das Gute in dir baut,
und dir grenzenlos vertraut,
der mit seinem Kummer zu dir eilt,
und seine Sorgen mit dir teilt,
bist du mal traurig oder verstimmt,
der dich dann in seine Arme nimmt,
der sich dann auf's Widersehen freut
und dich zu lieben nie bereut,
der ist ein wahrer Freund für dich,
darum lasse auch ihn nie im Stich!

© by cherry_mouze


 


91. sonja
als ich dich zum ersten mal sah,
wusste ich,dass es liebe war.
ich konnte nichts mehr essen-
dich einfach nicht vergessen.
wie du dich bewegst,wie du sprichst-
das macht mich alles so verrückt.
deine augen sind ein traum,
wie ein wunderschöner blütenbaum.

© by sonja
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90. Unbekannt
Du sagst

Du sagst Du liebst die Sonne, doch wenn sie scheint
gehst du in den Schatten.

Du sagst Du liebst den Regen, doch wenn es regnet
spannst du den Schirm auf.

Du sagst Du liebst den Wind, doch wenn er weht,
schliesst du die Fenster.

Darum habe ich Angst wenn Du einmal zu mir sagst
Ich liebe Dich

© by unbekannt
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89. Heidi
Das keine Lieb`er heben könnt`,
So arm ist keiner!
Daß er zu reich an Lieb`sich nennt,
Wo wäre einer!

Die größte Last ist nicht zu schwer,
Wenn Lieb`sie teilet,
Das Leben ist öd`und leer,
Wo Lieb`nicht weilet.

© by Unbekannt


 


88. Munich Underground
Liebesbeichte

Ich halt an bleib stehen
Wie ist es nur, nur geschehen
Wir kennen uns schon so lang
Doch noch nie klang
Dein lachen so wunderbar
Ich fühl mich dir so nah
Für alle ist, ist es klar
Ich steh voll, voll auf dich
Doch irgendwie siehst du’s nich

Wie soll ich es dir sagen
Ich kann es nicht ertragen
Soll ich’s wagen
und dich einfach, einfach fragen
warum soll es so zu ende gehen

Seit jenem Tag denk ich zurück
Und warte auf, auf mein Glück
Ich denke bald werd ich verrückt
Ich wünschte es wär nie geschehen
Doch so darf es nicht weitergehen
Ich muss es dir jetzt gestehen
Ich wünschte du wärst jetzt hier
Nicht irgendwo ganz allein
Sondern hier, hier bei mir

Wie soll ich es dir sagen
Ich kann es nicht ertragen
Soll ich’s wagen
und dich einfach, einfach fragen
warum soll es so zu ende gehen

Songwriter © by Munich Underground



87. Meril
Ich zeig dir, wo die Schatten schwinden,
Dunkelheit das Licht erhellt
erlosch'ne Feuer ewig brennen,
besuch mich, komm in meine Welt.

Vom grellen Licht der Nacht geblendet,
schließ meine Augen, kann nicht seh'n,
der Wind der Illusion berührt mich
halt' meine Hand, ich kann nicht steh'n.

Und wir tanzen; regungslos,
zur unhörbaren Melodie,
sind auf der Reise zu den Sternen,
denkst du, wir erreichen sie?

Tanzen weiter; in den Morgen,
tanzen schwerelos durch meine Welt,
ohne Kummer, ohne Sorgen
nur du entscheidest, wann der Vorhang fällt.

© by Meril


 


86. Erich Schubert
In deinen Augen

In deinen Augen
könnt ich versinken,
wie Sie so lachen,
wie Sie mir winken.

Möcht dich umarmen,
halten und spüren,
langsam umgarnen,
sanft dich verführen.

Mit dir verbringen,
Höhen und Tiefen,
Liebe erringen,
Sehnsucht vertiefen.

Wünscht, mich zu trauen,
Dir zu gestehen,
Angst, zu verbauen,
schlecht auszusehen.

Dich anzusprechen,
mit mir zu gehen;
Nicht abzuweichen,
wenn ich dich sehe.

Bin doch zu schüchtern,
Schritte zu wagen,
Seele erleichtern
Wahrheit zu sagen.

© by Erich Schubert


 


85. bloodyrose
gib den kampf auf den du kämpfst,
hör auf zu hecheln wenn du rennst.
es wird dir nichts nützen zu fliehen,
die melancholie wird mit dir ziehen.

dreh dich nicht um sonst ist es zu spät,
sie findet dich egal welchen weg du gehst.
versuche dich nicht zu wehren wenn sie dich fängt,
dich in eine kleine ecke drängt und dich beengt.

weine nicht mein kleiner freund um dein glück,
denn soetwas verletzt dich nur und geht - ist ein miststück.
du solltest versuchen dich dem glück nicht zu ergeben,
sonst fliessen umsonst deine kostbaren tränen.

© by bloodrose
IP - Adresse



84. Dieter
Wiedergeburt

Eingehüllt
in graue Nebel.
Schwarze Schlieren
tropfen bedrohlich
in wirr gewordene Welt,
wo Denken und Fühlen
langsam erstarrt.

Wo bin ich?
Wer bin ich? -
Um mich ein
Nichts.

Faden um Faden zerreißt.
Ich stürze immer schneller…

Ein schlichtes, hölzernes Kreuz
an der Wand des Krankenzimmers
gibt neue Hoffnung,
macht, dass mein letzter Lebensfaden,
wundervoll,
langsam zu wachsen beginnt,
stärker wird;
Aus einem Behälter aus Glas
irgendwo über mir
tropft L e b e n.

Helfende Hände,
die mich leerer Unendlichkeit
in letzter Minute entreißen,
mir Zuversicht geben –
die Wiedergeburt!

Ich
bin noch
da –

I c h l e b e !

@ by Dieter



 


83. laura
Wenn ich

Wenn ich eine Träne wäre,
Würde ich ganz langsam über Dein Gesicht gleiten,
Über Deine Lippen in Deinem Mund landen
Und mit einem zärtlich, salzigen Geschmack auf deiner Zunge zergehen.

Wenn ich ein Tautropfen wäre,
Würde ich jeden Früh Deine Füße küssen,
Mich in der Luft verdunsten
Und Dich den Rest des Tages ganz sanft umarmen.

Wenn ich ein Sandkorn in Deiner Sanduhr wäre,
Würde ich mit allen meinen Kräften,
Die Zeit bremsen und zurück drehen,
Damit Du immer noch bei mir bist.

Wenn Du meine Träne wärst,
Würde ich nie aufhören zu weinen,
Würde ich nie wieder schlafen gehen
Aus Angst, Dich, mit meinen Augenlid zu erdrücken.


© 17.05.2005 laura sbircea


 


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